Stadt und Mobilität

Wie schnell kommt man mit welchem Verkehrsmittel voran? Das war die Frage eines Exponats im Nationalmuseum:

Auf beiden meinen Touren durch Skandinavien hat mich die Qualität der Mobilitätsangebote überrascht. Das Pendelboot habt ihr schon kennen gelernt, das mit Bus, S-Bahn und P+R-Angebot gut verzahnt ist. In Trøndheim habe ich euch einen Rad-Lift bei großer Steigung gezeigt. Hier möchte ich jetzt ein bisschen das Augenmerk auf die Radwege legen: Kreuzungen zwischen Rad- und Fußverkehr, die explizit geregelt sind, baulich getrennte Spuren. Vieles ist dabei, wovon sich Deutschland ein Beispiel nehmen kann.

Zu guter letzt noch ein paar Eindrücke von einem Spaziergang am Stadtrand

Stockholm: Schifffahrt prägt die Stadt

Das schwedische Königreich wäre nichts gewesen ohne seine Marine. Und so prägt Schifffahrt die Stadt Stockholm bis heute. Kommt mit auf einen Spaziergang auf die alte Garnisionsinsel, wo bis heute historische Segelschiffe gepflegt werden. Besuchen wir gemeinsam das Wrack der „Vasa“, der ihr Prunk und Protz schon auf der Jungfernfahrt zum Verhängnis wurde und schlendern wir über die Stege der schwimmenden Siedlung …

Nachtrag: Norwegen im März V

Ein paar Tage (teils unfreiwilliger) Aufenthalt in Tromsø nach zwei unheilvollen roten Strichen auf dem Schnelltest beendeten meine Rundreise im März vorerst. Da die Norweger recht entspannt sind bei Quarantäneregeln, konnte ich dennoch durch die Stadt und Umgebung streunen. Davon ein paar Eindrücke. Tromsø habe ich euch ja auch im Herbst schon gezeigt. Daher gibt es hier keine langen Worte mehr sondern nur ein paar Bilder.

Freut euch demnächst auf eine Bilder-Nachlese des Frühjahrs und Herbsts, ich hoffe, ich komme bald dazu, die restlichen Sachen zu sortieren und zeigen.

Skandinavienreise IV Bodø, Zug und Schiff

Per Nachtzug verlassen wir Trondheim und weiter geht die Reise nach Bodø.

Die Stadt Bodø bietet dem Spaziergänger beim Kurzbesuch nicht so viel historisches: im zweiten Weltkrieg stark zerbombt ist die Endhaltestelle der Eisenbahn ein vor allem von modernen Bauten und industriellem Hafen geprägt.

Nach einem kleinen Stadtspaziergang ging es auf Weiterfahrt mit der alten Postschifflinie „Hurtigruten“ über Nacht über die Lofoten bis nach Tromsø. Ein paar Eindrücke im letzten (und am Folgetag dann ersten) Licht:

Skandinavienreise III – Trondheim: Mobilität

Nicht vorenthalten – wenn auch im Winter außer Betrieb – möchte ich euch den fahrrad-Lift in Trondheim: Die flache Innenstadt in der Kurve eines Flusses gelegen, ist durch ein starkes Gefälle mit den umliegenden Fjellen verbunden. Damit das Radfahren auf diesen Steigungen einfacher wird, ist ein Fahrrad-Lift auf einer der Straßen montiert:

Stellt man seinen Fuß unten in den „Startblock“ und drückt den Knopf, so wird man daraufhin den Berg hoch geschoben. Ein gutes Einzelbeispiel für Radverkehrsförderung. Insgesamt habe ich trotz widriger Bedingungen mit Eis und Steigungen in Norwegens Städten viele Fahrrad-Pendler gesehen. Oft (e-)Mountainbikes mit Spikereifen. Auch der ÖPNV in den Städten ist sehr engmaschig und großzügig ausgebaut. Ein Beispiel war ein Umsteigepunkt in einer schwedischen Kleinstadt auf der Anreise: Vom Zug auf den Schienenersatzverkehr umsteigend, kamen wir auf dem unterirdischen Bahnsteig an. Gut ausgeschildert war dann schnell die Buswendeschleife erreicht, die zur Straße hin geschlossen war, aber zum Fjord mit Fähranleger hin offen. Bei Ausfahrt aus dem Bahnhof wurde dann klar: Dieses gesamte Mobilitäts-Hub befindet sich im Innern des zentralen Einkaufszentrums. Solche Beispiele funktionierender Vernetzung und Integration von Mobilitätsformen sind mir auf dieser Reise immer wieder ins Auge gefallen.

Auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer war sehr entspannt und rücksichtsvoll. Radverkehr, ÖPNV und PKW in den engen Straßen beispielsweise in Trondheims Altstadt sind relativ konfliktarm und defensiv unterwegs gewesen im Vergleich zu deutschen Städten. Von dieser Gelassenheit sollten sich Deutsche Verkehrsteilnehmer mal ne Scheibe abschneiden.

Skandinavienreise II – Trondheim: Handelsstadt und Bischofssitz

Trondheim, hier steht die größte gotische Kathedrale Nordeuropas. das erzbischöfliche Palais war Ausgangspunkt der Mission in Nordeuropa und damit auch Machtzentrum des Nordatlantik-Raumes im Spätmittelalter.

Gleichzeitig ist Trondheim über die Jahrhunderte ein bedeutender Handelsposten auf den Routen entlang der norwegischen Küste geworden. Handelshäuser in der Innenstadt erzählen davon.

Skandinavien-Rundreise I – Oslo

Nachdem Corona mir leider den lang ersehnten zweiten Aufenthalt in Ny Alesund vermasselt hat, möchte ich jetzt endlich die Bilder meiner Rundreise durch Skandinavien, die ich im Frühjahr gemacht habe, teilen. Im März, noch fast im Winter also, ging es über Oslo und Trondheim bis Tromsø, wo mich der rote Strich auf dem Schnelltest dann ausbremste…

Doch begleitet mich erst mal auf einen Spaziergang durch die Kultur- und Seefahrtsstadt Oslo:

Zwischen Rathaus, Festung, Oper und Museen zieht sich der Oslo-Fjord bis in den Stadtkern und prägt so das Stadtbild, das von mittelalterlicher Festung bis zu modernsten Glasbauten Hand in Hand geht. Zu Museen und Stadtgeschichte habe ich bei den Bildern aus dem Sommer und im Winter schon einiges geschrieben, daher genießt einfach die seltenen Bilder Oslos bei Sonne.

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