Leipziger Zoo – Erster Eindruck

Letzte Woche habe ich einen Tag guten Wetters genutzt für einen ersten Besuch im Leipziger Zoo. Da wir aber den ganzen Zoo an einem Tag besichtigen wollten, haben wir nicht die Zeit gehabt, uns so lange an einem Gehege aufzuhalten, bis das Licht passte, und die Tiere sich in Szene setzten, daher nur ein paar erste Eindrücke:

 

 

Zoo und Freiheit so nah beisammen.

Der Zoo ist für die direkte Innenstadtlage doch recht groß. Einige erfolgreiche Nachzuchtprogramme selten gewordener Arten finden hier statt, beispielsweise betreffend die Przewalski-Pferde.

Schimpanse

Dreifarbenglanzsstar im Affenhaus

Sehr modern ist das Konzept, verschiedene Arten im gleichen Gehege zu halten: Die Vögel im Affenhaus beispielsweise. Ebenso teilen sich die Nashörner mit den Geparden und einer Affenart das Gehege.

Amurtiger beim Mittagsschlaf

Alligator im Aquarium

Sommeranfang: Die Schleimündung

 

An der Mündung der Schlei liegt eine kleine Halbinsel: Die „Lotseninsel“, früher Wohnort der Lotsen, die den Schiffern auf der Schlei den sicheren Weg zeigten, ist mit einer schmalen Landzunge mit dem Festland verbunden, die aber als Naturschutzgebiet nicht zugänglich ist.

Maaßholm

 

 

Schon die Wikinger wussten: diese Pappelgruppe zeigt den Weg nach Haitabu an. Als Seezeichen sind die Pappeln nach wie vor geeigneter als der offizielle Leuchtturm, der die Mündung der Schlei bezeichnet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Während man den Leuchtturm nach wenigen Meilen nicht mehr sieht, ist die Baumgruppe bei guter Sicht knappe zehn Meilen weit erkennbar.

Pappeln statt Palmen – Südseefeeling an der Schlei

 

Neben dem alten Lotsenhaus und dem  Leuchtturm gibt es auf der Halbinsel noch ein kleines Restaurant, dessen Kunden vor allem mit dem Ausflugsdampfer vorbei kommen, oder als Segler oder Paddler im kleinen Hafen nächtigen. Für viele Segler, die an der Schlei liegen und für mich ist dieser Ort das Tor zur Freiheit: Mehrere Segeltörns habe ich an der Schlei begonnen. Nach einer Stunde unter Motor zeigte der Leuchtturm: Hier beginnt die freie Ostsee.

Eine Woche habe ich dieses Jahr auf der Lotseninsel gewohnt: das alte Lotsenhaus dient jetzt als Tagungshaus für Jugendgruppen. In dieser tollen Lage durften wir eine Woche mit einer Jugendgruppe zum Thema Ostsee und Klimawandel arbeiten, bevor uns die Sigandor, ein alter Segler abholte zur Reise auf der Ostsee. Davon später ein paar Eindrücke.

Yacht im Abendlicht

Erste Eindrücke: Infrarot

Reichlich verzögert aus verschiedenen Gründen, präsentiere ich euch nun die ersten Infrarot-Scans:

Seeufer in Infrarot
Seeufer normal

 

Die Scans lassen es schon ein wenig erkennen: mein Entwickler ist zu alt geworden, wen ich neuen angesetzt habe, gibts weitere Bilder.

Dennoch möchte ich kurz erklären, was es mit diesen Bildern technisch auf sich hat:

Ein normaler Schwarz-Weiß-Film bildet – ungefähr – das sichtbare Licht als abstufungen von hell und dunkel ab. D.h. er reagiert auf alles Licht von rot bis blau relativ gleichmäßig.

Ein Infrarot-empfindlicher Film bildet zusätzlich auch das Infrarote ab Wenn ch ein normales Bild mache, fällt das nicht auf. Wenn ich jedoch mit einem Filter das sichbare Licht aussperre, und nur das Infrarote hindurch kommt, entstehen Bilder, wie das obere hier.

Es wettert

Zu einem richtigen Sommergewitter reichte es nicht, aber etwas Wetterleuchten über dem Messegelände habe ich dennoch für euch:

Woher kommt ein Gewitter? Durch Reibung und Ladungstrennung entsteht elektrische Aufladung. Dafür sind aber sehr hohe vertikale Geschwindigkeiten in der Luftbewegung nötig.

In diesem Falle sorgt dafür vor allem die labile Schichtung der Luft: Luft sortiert sich nach Gewicht, genau so wie Flüssigkeiten. Ölblasen auf dem Wasser z.B.

Wenn sich jetzt aber durch Sonneneinstrahlung beispielsweise die unteren Schichten erwärmen und ausdehnen, werden sie leichter. Und wenn ihr euch erinnert, was passiert, wenn man im Wasser z.B. einen luftgefülten Ball nach unten drückt und dieser dann aus der Hand rutscht, genau das geschieht in der Luft: die erwärmte Luft findet einen Weg nach oben und nutzt diesen auch sofort.  Genau das ist die Grundlage der oft sehr lokalen und starken Wärmegewitter im Sommer.

Diesmal hats aber nur zu etwas Wetterleuchten gereicht.