Erste Eindrücke: Infrarot

Reichlich verzögert aus verschiedenen Gründen, präsentiere ich euch nun die ersten Infrarot-Scans:

Seeufer in Infrarot
Seeufer normal

 

Die Scans lassen es schon ein wenig erkennen: mein Entwickler ist zu alt geworden, wen ich neuen angesetzt habe, gibts weitere Bilder.

Dennoch möchte ich kurz erklären, was es mit diesen Bildern technisch auf sich hat:

Ein normaler Schwarz-Weiß-Film bildet – ungefähr – das sichtbare Licht als abstufungen von hell und dunkel ab. D.h. er reagiert auf alles Licht von rot bis blau relativ gleichmäßig.

Ein Infrarot-empfindlicher Film bildet zusätzlich auch das Infrarote ab Wenn ch ein normales Bild mache, fällt das nicht auf. Wenn ich jedoch mit einem Filter das sichbare Licht aussperre, und nur das Infrarote hindurch kommt, entstehen Bilder, wie das obere hier.

Es wettert

Zu einem richtigen Sommergewitter reichte es nicht, aber etwas Wetterleuchten über dem Messegelände habe ich dennoch für euch:

Woher kommt ein Gewitter? Durch Reibung und Ladungstrennung entsteht elektrische Aufladung. Dafür sind aber sehr hohe vertikale Geschwindigkeiten in der Luftbewegung nötig.

In diesem Falle sorgt dafür vor allem die labile Schichtung der Luft: Luft sortiert sich nach Gewicht, genau so wie Flüssigkeiten. Ölblasen auf dem Wasser z.B.

Wenn sich jetzt aber durch Sonneneinstrahlung beispielsweise die unteren Schichten erwärmen und ausdehnen, werden sie leichter. Und wenn ihr euch erinnert, was passiert, wenn man im Wasser z.B. einen luftgefülten Ball nach unten drückt und dieser dann aus der Hand rutscht, genau das geschieht in der Luft: die erwärmte Luft findet einen Weg nach oben und nutzt diesen auch sofort.  Genau das ist die Grundlage der oft sehr lokalen und starken Wärmegewitter im Sommer.

Diesmal hats aber nur zu etwas Wetterleuchten gereicht.

Besuch

Das hatte ich nicht mals auf dem Koppelsberg: Vom Schreibtischstuhl aus Raubvögel photographieren:

Mein heutiger Gast war ein Sperber:

Scharfe Augen mustern mich.

Der kleine, in ganz Europa vorkommende Greifvogel bevorzugt Nadelwälder und Feldgehölz als Brutstätte, zur Jagd auf Kleinvögel  dienen ihm aber auch offenere Landschaften. Da er aber nur kurze Jagdflüge schafft, benötigt er Deckung zum Überraschungsangriff.

Fürs Photo wird sich noch mal in bessere Position begeben.

Fertig zum Absprung?

Ein paar der Aufnahmen seht ihr in nächsten Tagen noch mal: Dann werde ich euch meine Erfahrungen mit Darktable berichten.