Wanderung 2. Teil

Ich beschrieb euch vor einer Woche, wie wir in froher Runde zu einer Wanderung aufbrachen. Nun zum zweiten Tag der Tour:

heaven-2014Nachdem wir vom Schlafsack aus den wolkenverhangenen Sonnenaufgang für nicht würdig hielten, uns aus den Federn und zum Stativ zu jagen, brachen wir spät dann auf.

Bis Mittags hielt sich eine dichte Wolkenschicht.

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Am frühen Nachmittag erreichen wir dann den Gipfel und zum Lohn schält sich eine Gletscherzunge aus dem Dunst:

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Steinhaufen markieren den Kamm bis zum Gipfel (hier.)
Steinhaufen markieren den Kamm bis zum Gipfel.

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Willkommene Einladung zur Pause: Frisches Quellwasser, eiskalt und wunderbar erfrischend.
Willkommene Einladung zur Pause: Frisches Quellwasser, eiskalt und wunderbar erfrischend.

 

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Unwesendlich ändert sich die Aussicht über die Stunden.
Unwesendlich ändert sich die Aussicht über die Stunden.

Ein Wagnis bleibt der Abstieg: Was man in Norwegen als Wanderweg in die Landkarte zeichnet sind z.T. nicht mehr als ein paar Markierungen im steilen Geröllfeld. Mehrfach verlören wir beim Weg zur Hütte den markierten Pfad. Die Warnung m Ohr, ein Abstieg querfeldein wäre lebensgefährlich, stiegen wir stets wieder auf, bis sich wieder Markierungen fanden. Immerhin: Inzwischen gab es wieder Blaubeeren zwischen dem Heidekraut, eine willkommene Ergänzung unserer inzwischen sehr raren Nahrungsration (noch ein Müsliriegel und ein Stück Schokolade hatten wir übrig – zusammen.)

Doch, als wir kurz vor Sonnenuntergang zum letzten Mal den Weg verloren hatten, stiegen wir die letzten 300m direkt im Geröllfeld des Gletschers und dem benachbarten Birkenwald ab, verlaufen kann man sich da schließlich nicht mehr.

Endlich: Im letzten Abendlicht findet sich hier der Abstieg.
Endlich: Im letzten Abendlicht findet sich hier der Abstieg.

 

Schlussendlich: Ich freue mich sehr und danke Gott und meinen Begleitern dafür, die Speicherkarte, nebst daranhängender Kamera und diese schleppendem Besitzer heil wieder nach unten gebracht zu haben, und euch so diese wunderbare Landschaft präsentieren zu können.

 

 

Nigardsbreen

Unsere Hütte lag am Jostedalsbreen, dem größten Festlandsgletscher in Europa. Eine der Gletscherzungen, die sich in einen See mündend ins Tal windet, ist der Nigardsbreen. Hier konnten wir mit Steigeisen und Eispickel den gewaltigen Süßwasserspeicher aus der Nähe betrachten:

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Ein See, aus dem Schmelzwasser des Gletschermauls gespeist.
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Deutlich wird hier: der Gletscher schrumpft. Schon immer oszillierte die Stärke des Eisschildes. Aber nie so schnell, wie heute.

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Eine Landschaft wie im Traum.

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Bis hier vorne ging die Gletscherzunge mal.
Bis hier vorne ging die Gletscherzunge mal.