Wildnis in der Stadt

Zu Hause im Plattenbauviertel bin ich immer wieder fasziniert von der Wildnis direkt in er Stadt.

Abendstimmung im Plattenbau-Viertel
Abendstimmung im Plattenbau-Viertel

Leipzig ist insgesamt sehr grün durch die Flußauen, die sich durch die Stadt ziehen.

Haltet den Dieb! Hier ging mal wieder die Nahrung flöten.
Haltet den Dieb! Hier ging mal wieder die Nahrung flöten.

Das Zusammenspiel von Mensch und Natur hat es mir angetan: Die Stadt wurde um die Flussauen herum geformt, alte Schlossparks, Bahndämme und wilde Feuchtwiesen wechseln sich ab.

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Flussaue

Kälte und Schlammwetter

Zehn Tage ists her, da wars hier klirrend kalt, was mich aber nicht abhielt, mit dem ersten Sonnenstrahl in die Stiefel zu steigen und loszuziehen:

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Morning has broken,
Morning has broken,
like the first morning.
like the first morning.

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Mitten in der Stadt – direkt bei mir um die Ecke, liegt dieser Baggersee am Rande einer Flussaue, Die Sonne ging zwar erst gegen acht auf, trotzdem war hier kein Mensch.

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Immer wieder finde ich es schön, die Sonne aufgehen zu sehen, es ist die schönste Tageszeit für Photos, finde ich. Meist weniger los, als beim Sonnenuntergang, Nebel überm Wasser…

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Auf dem Rückweg vom Morgenspaziergang traf ich noch den Freund hier an:

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Inzwischen ist es wieder wärmer – aber nicht unbedingt schöner – geworden:

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Morgengymnastik

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Erinnert ihr euch noch an die Krähe mit der Nuss? Der Eichelhäher gehört auch zu den Rabenvögeln, und der Futterneid ist genau so groß:20161120_1109-2

 

Studius auf einer Reis…

… ganz famos zu leben weiß.

 

Mein Studium beginnt. Seit Monatsbeginn lebe ich in Leipzig. Zu allererst musste ich mir natürlich anschauen, wo ich da gelandet bin. Also habe ich die Tage bevor ich Student der Meteorologie an der alterwürdigen Alma Mater Lipensis wurde genutzt, per Fahrrad die Umgebung zu erkunden. Bunt zusammengewürfelt hier ein paar Eindrücke aus dem Umland im Fahrradradius:

Kirchenruine Wachau
Kirchenruine Wachau
Schloss Püchau
Schloss Püchau
Ein winziger Lost Place!
Ein winziger Lost Place!

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Kirche Püchau
Kirche Püchau

 

Ein Admiral begleitet mich zur Schlossbesichtigung in Püchau
Ein Admiral begleitet mich zur Schlossbesichtigung in Püchau

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Auch vogelkundlich ist Sachsen ein Paradies
Auch vogelkundlich ist Sachsen ein Paradies
Die Flussauen bieten vielen Arten ein Zuhause,
Die Flussauen bieten vielen Arten ein Zuhause,
30% der Weltpopulation des Rotmilans leben im Bereich zwischen Leipzig und Magdeburg.
30% der Weltpopulation des Rotmilans leben im Bereich zwischen Leipzig und Magdeburg.

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Dom zu Wurzen.
Dom zu Wurzen.

Wir wollen zu Land ausfahren…

...wohl über die Fluren weit.
…wohl über die Fluren weit.

In kleiner Runde sind wir zu einer zweitägigen Wanderung aufgebrochen. Schwer bepackt mit Kameras, Essen und Schlafsäcken kämpften wir vier uns aus dem Tal auf den Gipfelkamm.

Fahrtenlieder wie das hier zitierte beschreiben die Stimmung am besten. Die Freiheit, die es bedeutet nur auf sich angewiesen zu sein, nur seine Schuhe zur Fortbewegung zu haben und nichts als den Himmel über sich.

aufwärts zu den klaren...
aufwärts zu den klaren…

Oft geisterten diese Lieder bei meinen Eltern durchs Haus. Lieder der Pfadfinder, der Bündischen Jugend und der Wandervogelbewegung.

Jetzt singe ich sie erst Recht aus voller Kehle.

Gipfeln der EInsamkeit!
Gipfeln der Einsamkeit!

Eine Grundstimmung, die ich nicht mehr missen mag umgibt solche Wanderungen. Zwischen Abenteuerlust, die Welt zu erobern, einer gehörigen Portion Freiheit, räumlichem Abstand zur städtischen Welt, inhaltlicher Distanzierung von einer Welt, in der alles immer schneller, effizienter gehen muss, die auf Maximierung und Konsum ausgelegt ist, und zu guter letzt Bewunderung der Natur, ein Respekt vor der gewaltigen Größe der Schöpfung, in der wir Menschen klein und unwichtig werden, und die wir im urbanen Raum doch zu bewzwingen suchen und einengen, wo es uns möglich ist.

Lauschen, woher der Sturmwind braust,
Lauschen, woher der Sturmwind braust,

Klar ist auf solcher Fahrt auch unser Ziel höher, weiter zu kommen, doch dies erreicht man nicht mit Konfrontationskurs gegenüber der Natur. letztendlich entscheiden nicht wir , sondern der Berg, wo die Grenze ist, wir müssen uns auf das einlassen, was die Natur bringt.

Schauen, was hinter den Bergen hust,
Schauen, was hinter den Bergen haust,

Diese Landschaft ist mit das unwirtlichste Beispiel das ich bringen kann, aber auch diese besitzt eine wunderbare Ästhetik.

und wie die Welt so weit,
und wie die Welt so weit,
und wie die Welt so weit.
und wie die Welt so weit.

Mit diesem Ausblick in seinen Schlafsack krabbeln, singen, diskutieren, die erträumte Freiheit einfach leben.

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Das ist es, wieso ich solche Reisen mache, als Teilnehmer oder Leiter. Begeisterung wecken – und begeistert werden. Nur so – denke ich kann man Jugendlichen klar machen, dass diese Natur geschützt werden muss. Auch dieser Ort ist – wenn auch noch nicht akut –  bedroht: Auch den Gletscher, dessen Wasserhaushalt die Lebensader der Region ist,  verändert die Klimaerwärmung. Klar: es gab auch schon wärmere Zeiten, auch kältere, der Gletscher wandelt sich auch über Jahrtausende. Aber: So schnell wie heute hat sich das Klima noch nie verändert.

Wenn man genau schaut, sieht man auf jedem Bild, das der Mensch in die Landschaft eingreift. Fast nirgends findet sich diese noch wirklich urtümlich.

 

 

 

Nigardsbreen

Unsere Hütte lag am Jostedalsbreen, dem größten Festlandsgletscher in Europa. Eine der Gletscherzungen, die sich in einen See mündend ins Tal windet, ist der Nigardsbreen. Hier konnten wir mit Steigeisen und Eispickel den gewaltigen Süßwasserspeicher aus der Nähe betrachten:

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Ein See, aus dem Schmelzwasser des Gletschermauls gespeist.
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Deutlich wird hier: der Gletscher schrumpft. Schon immer oszillierte die Stärke des Eisschildes. Aber nie so schnell, wie heute.

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Eine Landschaft wie im Traum.

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Bis hier vorne ging die Gletscherzunge mal.
Bis hier vorne ging die Gletscherzunge mal.

nordwärts, nordwärts…

…wollen wir ziehen, zu den Bergen und den Seen. / Wollen neues Land erleben, woll’n auf Fahrten gehen.

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Lieder wie dies auf den Lippen zogen wir vor fast einem Monat in einem kleinen Treck von Kleinbussen mit fast 30 Jugendlichen nach Norwegen.

Nach langer Reise, danach noch einer zweiten Fahrt, meinem Abschied und Umzug von Koppelsberg hab ich mich jetzt endlich daran gemacht, die Bilder zu sortieren, die auf dieser Fahrt entstanden sind. Ein erster Vorgeschmack nun hier:

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Landesgartenschau Eutin

Ich hinke mal wieder hinterher:

Vor einiger Zeit war ich in Eutin auf der Landesgartenschau und habe euch was mitgebracht:

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In Eutin fand die diesjährige Landesgartenschau Schleswig Holsteins statt. Was mich etwas erschreckte war die Tatsache, wie frisch die Blumen – obgleich einen Monat nach der Eröffnung waren, sie werden folglich ständig ausgewechselt.20160529_1844

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Der zunächst besichtigte Teil bestand primär aus großen Wildkräuterwiesen. Die habe ich auch draußen, das ist den Eintritt nicht wert.
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Dazwischen gewaltige Baumriesen, „antike“ Rokokko-Kuppeln.20160529_1857

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Erdbeeren am Bauzaun…

Einige Ideen gefielen mir dagegen sehr gut: Mehrere Gartenbaufirmen stellten in kleinen Gärten ihre Konzeptideen vor. darunter ein Upcycling-Garten mit Reifen-Gras-Hockern, Tetrapacks und Wasserflaschen als Blumentöpfe usw.

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…Vertikal-Garten im Miniformat
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Hexenhäuschen

Besonders gut gefiel mir der Apotheker bzw. Hexengarten

 

Leider gibt es von diesem Spannenderen Teil eher weniger Aufnahmen, da es schon sehr spät am Abend war…

AB 18 Uhr gibt es ein vergünstigtes Feierabendticket bis zum Sonnenuntergang. Das lohnt sich wirklich. Intensives Licht, tolle Farbstimmung.