Endlich trocknet der Landstraße Saum

Bestes Wetter für etwas Tippelei im Elbsandstein

 

Endlich trocknet der Landstraße Saum,
ist der Schnee geschmolzen auf den Feldern,
rauscht es in der fernen Wäldern.

Und es ist kein Traum,
seht der Frühling naht,
wir gehen wieder auf Fahrt,
wir gehen wieder auf Fahrt

 

Ausblick vom Honigsteinrücken

Wieder quellet den Weiden der Flaum,
eilen Wolken hochhin über Türme,
brausen frühlingstolle Stürme.

Und es ist kein Traum,
schau, die Birke winkt:
wir gehen wieder auf Fahrt,
wir gehen wieder auf Fahrt

 

 

Der Talwächter vom Honigsteinkopf aus

 

Unruh gibt’s heut in Herz, Hof und Baum
Spatzenlärm, der Jugend wildes Toben,
Kürzer sind die Lederhosen.

Und es ist kein Traum,
lasst die Schwätzer sthen,
wir müssen wieder auf Fahrt,
wir müssen wieder auf Fahrt

 

Ausblick vom Gamrig

Wahrlich schön wie im biblischen Traum,
singend sitzen wir am Lagerfeuer,
voller Lust auf Abenteuer.

Und wir glaubens kaum,
Ei du schöne Welt:
wir waren wieder auf Fahrt,
wir waren wieder auf Fahrt!

 

 

Vom Gamrig aus Richtung Bastei geblickt.

Mit diesem Liedtext von Adam Hofmeister möchte ich euch Bilder meiner diese Jahr ersten Wanderung im Elbsandstein präsentieren:

Von Rathen aus ging es über den Honigsteinrücken nach Hockstein und übers Polenztal und den Gamrig zurück. Insbesondere die Strecke am Honigstein war so tückisch, dass die Kamera lieber im Rucksack als umgehängt transportiert wurde, so gibts also nur Bilder, die bei kurzer Rast aufgenommen wurden.

Ein paar nette Pfadfinder und anderes bündisches Volk traf ich in der letzten Woche in Taize, so klingt in mir neben den wunderbaren Gesängen aus Taize, worüber ich vor vier Jahren hier geschrieben habe, wieder vermehrt das alte Liedgut der Pfadfinder und Wandervögel, das das Fernweh beschwört,  und einen in die Wälder treibt, wie auch das hier zitierte Lied von Adam Hofmeister.

Winter an der Ostsee

Noch ein kleiner Nachtrag von der Ostsee, bald gibts hier Frühlingswetter:

Seebrücke in Stein

Eisdrift und Wind in der Erstarrung festgehalten.

So sehr ich mich auch an kaltem Winterwind und Frost freue: Mir gehts ähnlich wie diesem festgefrorenen Boot: mich juckts bei Sonne und Wind in den Füßen, ich will raus. Bei kaltem Winterwetter sind dafür nur nicht leicht Menschen zu gewinnen. aber jetzt, ums mit alten Liedern der Wandervögel zu sagen:  „Endlich trocknet der Landstraße Saum…“


Zoo Leipzig: Amurtiger

Ein weiterer Eindruck aus dem Leipziger Zoo: Den Tigern habe ich einen Besuch abgestattet. Die gewaltigen Jäger sind eigentlich in der Taiga zuhause: In großen Laub- und Nadelwäldern, oft auch am Wasser.

 

Die Mutter

BIs zu 25 Jahre alt werden die geschmeidigen Katzen, die bis zu 2,80m lang werden.

Nur Flausen im Kopf:
Die beiden Jungtiere

Eine Bejagung für Ostasiatische Medizin und die Zerstörung der Lebensräume durch den Menschen haben den Bestand stark reduziert: Der Amurtiger steht als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste.

 

 

 Nebenan – durch einen Bergrücken getrennt – streift der Vater durch sein Revier.

 

Ruhelos sein Gehege durchstreifend erinner er mich an das Gedicht über den Panther von Rainer Maria Rilke:

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

 

 

 

Nebenan wohnt der Amurleopard, der mit 50kg nur ein fünftel des Gewichtes eines Tigers auf die Waage bringt:

Verfolgt durch die Menschen, muss er außerdem noch seinen gewaltigen Nachbarn und einige Hundsartige Räuber fürchten, die ihm in Freiheit auflauern.

Zoo Leipzig: Graureiher


 

Aus dem Leipziger Zoo habe ich mal wieder ein paar Impressionen für euch: Zu Weihnachten gabs von den lieben Großeltern einen Gutschein für eine Jahreskarte. Eine Freude für jeden Photographen. Am Pinguin-Becken und am Pelikan-Teich lauern jede Menge Graureiher. Wie die Möwen am Fischbrötchenstand warten sie hier auf leichte Beute.

Der bis zu einen Meter große Vogel hat eine Spannweite von fast zwei Metern. Von seinen Brutkolonien jagt der Graureiher im Radius von bis zu 40 Kilometern von Mäusen und kleinen Fischen, in dem sie sich langsam anschleichen oder auf der Lauer sitzen und dann blitzartig mit den Schnabel zustoßen.

In fast ganz Europa ist der Graureiher zu finden. Zum Teil sucht er im Winter bis ans Mittelmeer wärmere Jagdreviere auf. 

 

 

Kurzausflug

Aufgrund einger unerwarteter Vorkommnisse im Zusammenhang mit der deutschen Bahn,wurde aus dem für heute geplanten Elbsandstein-Post leider nichts. zum Trost habe ich ein, zwei Bilder vom Bahnhof Oschatz, wo ich meinen Ausflug für beendet erklärte, sowie Eindrücke, die hier am See entstanden:

 

Niedergang im Niedergang begriffen

 

Auf dem Abstellgleis

 

Auf diesem Bild ist die Sonne versteckt. Findet ihr sie?

 

 

Leipziger Zoo – Erster Eindruck

Letzte Woche habe ich einen Tag guten Wetters genutzt für einen ersten Besuch im Leipziger Zoo. Da wir aber den ganzen Zoo an einem Tag besichtigen wollten, haben wir nicht die Zeit gehabt, uns so lange an einem Gehege aufzuhalten, bis das Licht passte, und die Tiere sich in Szene setzten, daher nur ein paar erste Eindrücke:

 

 

Zoo und Freiheit so nah beisammen.

Der Zoo ist für die direkte Innenstadtlage doch recht groß. Einige erfolgreiche Nachzuchtprogramme selten gewordener Arten finden hier statt, beispielsweise betreffend die Przewalski-Pferde.

Schimpanse

Dreifarbenglanzsstar im Affenhaus

Sehr modern ist das Konzept, verschiedene Arten im gleichen Gehege zu halten: Die Vögel im Affenhaus beispielsweise. Ebenso teilen sich die Nashörner mit den Geparden und einer Affenart das Gehege.

Amurtiger beim Mittagsschlaf

Alligator im Aquarium

Sommeranfang: Die Schleimündung

 

An der Mündung der Schlei liegt eine kleine Halbinsel: Die „Lotseninsel“, früher Wohnort der Lotsen, die den Schiffern auf der Schlei den sicheren Weg zeigten, ist mit einer schmalen Landzunge mit dem Festland verbunden, die aber als Naturschutzgebiet nicht zugänglich ist.

Maaßholm

 

 

Schon die Wikinger wussten: diese Pappelgruppe zeigt den Weg nach Haitabu an. Als Seezeichen sind die Pappeln nach wie vor geeigneter als der offizielle Leuchtturm, der die Mündung der Schlei bezeichnet. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Während man den Leuchtturm nach wenigen Meilen nicht mehr sieht, ist die Baumgruppe bei guter Sicht knappe zehn Meilen weit erkennbar.

Pappeln statt Palmen – Südseefeeling an der Schlei

 

Neben dem alten Lotsenhaus und dem  Leuchtturm gibt es auf der Halbinsel noch ein kleines Restaurant, dessen Kunden vor allem mit dem Ausflugsdampfer vorbei kommen, oder als Segler oder Paddler im kleinen Hafen nächtigen. Für viele Segler, die an der Schlei liegen und für mich ist dieser Ort das Tor zur Freiheit: Mehrere Segeltörns habe ich an der Schlei begonnen. Nach einer Stunde unter Motor zeigte der Leuchtturm: Hier beginnt die freie Ostsee.

Eine Woche habe ich dieses Jahr auf der Lotseninsel gewohnt: das alte Lotsenhaus dient jetzt als Tagungshaus für Jugendgruppen. In dieser tollen Lage durften wir eine Woche mit einer Jugendgruppe zum Thema Ostsee und Klimawandel arbeiten, bevor uns die Sigandor, ein alter Segler abholte zur Reise auf der Ostsee. Davon später ein paar Eindrücke.

Yacht im Abendlicht