Dresden bei Nacht

Eine Woche lang habe ich einen Lehrgang in Dresden besucht. Natürlich ließ ich mir die Chance zu ausgiebigen Abendspaziergängen nicht entgehen, und habe euch so ein paar Eindrücke mitgebracht:

Frauenkirche und Münzgasse

Wenn man dort durch die Innenstadt streift, würde man nicht glauben, dass diese im zweiten Weltkrieg komplett zerstört wurde: Barocke Bauten prägen (wieder) das gut restaurierte Stadtbild.

Elbufer

 

Lipsiusbau
Spiegelungen im Inneren des Zwingers

Diese beiden Gebäude werfen im Kontrast ein spannendes Licht auf Dresdens Geschichte. Während der Zwinger in der DDR wieder aufgebaut wurde, lag die imposante Frauenkirche bis in die 90er Jahre in Trümmern. Während im Zwinger eine Tafel stolz davon kündet, wie „Arbeiter- und Bauernkraft“ die von „Anglo-Amerikanischen Bomben“ zerstörten Bauten wieder aufbauten, spricht die Frauenkirche nach langem Warten in der DDR nun eine Sprache der Versöhnung: Geldspenden aus der ganzen Welt – insbesondere aus England – ließen sie wieder erstrahlen. Zentral auf dem Altar steht das Nagelkreuz von Coventry als Zeichen der Versöhnungs- und Friedensarbeit.

Die Frauenkirche bewacht das Ufer

Leipziger Zoo – Erster Eindruck

Letzte Woche habe ich einen Tag guten Wetters genutzt für einen ersten Besuch im Leipziger Zoo. Da wir aber den ganzen Zoo an einem Tag besichtigen wollten, haben wir nicht die Zeit gehabt, uns so lange an einem Gehege aufzuhalten, bis das Licht passte, und die Tiere sich in Szene setzten, daher nur ein paar erste Eindrücke:

 

 

Zoo und Freiheit so nah beisammen.

Der Zoo ist für die direkte Innenstadtlage doch recht groß. Einige erfolgreiche Nachzuchtprogramme selten gewordener Arten finden hier statt, beispielsweise betreffend die Przewalski-Pferde.

Schimpanse

Dreifarbenglanzsstar im Affenhaus

Sehr modern ist das Konzept, verschiedene Arten im gleichen Gehege zu halten: Die Vögel im Affenhaus beispielsweise. Ebenso teilen sich die Nashörner mit den Geparden und einer Affenart das Gehege.

Amurtiger beim Mittagsschlaf

Alligator im Aquarium

Bremen analog und quadratisch

Ich hatte das Glück in Bremen erste Gehversuche im Mittelformat machen zu dürfen, und daher nun ein paar Ergebnisse:

Leider lässt der Scanner etwas zu wünschen übrig, daher nicht ganz die optimale Qualität, die sich mit Mittelformat erzielen lässt.

Aufgenommen mit einer Rollei 6000, 60mm Objektiv auf Ilford hp5 , Abzüge auf Agfa Baryt-Papier, wie immer vom Abzug gescannt.

 

 

 

„Alex“ bekannt aus der Beckswerbung. mit grünem Rumpf und grünen Segeln

Hier nun eine alte Verfremdungstechnik: am Schluss der Entwicklung wurde der Abzug vom linken Rand aus noch einmal mit einer Taschenlampe beleuchtet. Sehr deutlich ist der Effekt am Bild-Rahmen zu erkennen: Alles, worauf Licht fällt, wird dunkel. Da aber von der vorherigen Entwicklung, bei der nicht wie sonst üblich die Flüssigkeit in Bewegung gehalten wurde, die Chemie bereits unterschiedlich „Verbraucht“ war, entstanden die hellen, geisterhaften Kanten.

 

Pseudosolarisation im linken Bildbereich

 

 

Magische Mottos: Abstrakt

Bei Paleicas magischen Mottos möchte ich dieses Jahr wieder dabei sein:

Den Anfang bildet dieses Jahr „Abstraktion“

 

Wikipedia sagt:

Die Abstraktion ist das Weglassens von Einzelheiten und des Überführens auf etwas Allgemeineres oder Einfacheres. […] In der Bildenden Kunst bezeichnet Abstraktion einerseits die mehr oder weniger ausgeprägte stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte Aspekte. In diesem Fall spricht man davon, dass vom Allgemeinen auf das Wesentliche abstrahiert wird. Was als wesentlich gilt, bestimmt einerseits die Kreativität des Künstlers, andererseits die Wahrnehmung des Betrachters.

 

Dieses Motiv – Alleseits beliebt – habe ich in Leipzig aufgenommen: Am Vortag zur blauen Stunde fuhr ich hier mit dem Fahrrad vorbei und hatte eine Bildidee. Leider war tags darauf kein blauer Himmel, daher habe ich die Blickrichtung auf die Autos geschwenkt.

In unserer Physikvorlesung abstrahieren wir Autos und andere Objekte als „Punktmassen“ also stellen wir uns das Auto als 1.5t schweren Punkt vor, der – ohne räumliche Ausdehnung – im Koordinatensystem leicht darstellbar ist, und durch den viele Faktoren vernachlässigt werden können: einem Punkt ist es egal, wie er gedreht wird, ob sich zusätzlich zur Vorwärtsbewegung noch Bewegung um sich selbst stattfindet. So lässt sich ein beschleunigendes, Bremsendes oder kollidierendes Auto vereinfachen zu einer Gleichung, die mit Schulmathematik lösbar ist.

Ohne die Fahrzeuge zu sehen ist einem Betrachter klar, was hier in welche Richtung unterwegs ist. Auf See um so wichtiger, aber auch hier, lässt sich aus Lichtpunkten auf Art, Richtung, Tempo und Größe des Fahrzeuges schließen.

 

Wie zeigt man Bewegung in einem stehenden Bild? Auch hierzu dient eine Abstraktion: Dadurch, dass wir den „Moment“ den ein Bild aufnimmt verlängern, können wir Bewegung sichtbar machen: 

 

Wildnis in der Stadt

Zu Hause im Plattenbauviertel bin ich immer wieder fasziniert von der Wildnis direkt in er Stadt.

Abendstimmung im Plattenbau-Viertel
Abendstimmung im Plattenbau-Viertel

Leipzig ist insgesamt sehr grün durch die Flußauen, die sich durch die Stadt ziehen.

Haltet den Dieb! Hier ging mal wieder die Nahrung flöten.
Haltet den Dieb! Hier ging mal wieder die Nahrung flöten.

Das Zusammenspiel von Mensch und Natur hat es mir angetan: Die Stadt wurde um die Flussauen herum geformt, alte Schlossparks, Bahndämme und wilde Feuchtwiesen wechseln sich ab.

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Flussaue

Magic Letters „Panorama“

So, hier bin ich wieder. Zurück vom Kurzurlaub möchte ich euch meinen Beitrag zum Panorama knappe 8 Stunden vor Erscheinen des nächsten Themas abliefern:

Leider hab ichs nicht geschafft, das Ergebnis zusammenzuschneiden, trotzdem möchte ich euch diesen Rundumblick bieten, vom Turm der Petri-Kirche in Rostock aus aufgenommen:Panorama-Nikolai (1 von 12) Panorama-Nikolai (2 von 12) Panorama-Nikolai (3 von 12) Panorama-Nikolai (4 von 12) Panorama-Nikolai (5 von 12) Panorama-Nikolai (6 von 12) Panorama-Nikolai (7 von 12) Panorama-Nikolai (8 von 12) Panorama-Nikolai (9 von 12) Panorama-Nikolai (10 von 12) Panorama-Nikolai (11 von 12) Panorama-Nikolai (12 von 12)

Aufgrund der verschiedenen Fensteröffnungen und Gitter passte das nicht ganz aneinander…

Magic Letters „oben“ – Bremerhaven

Mal wieder ein Volltreffer, liebe Paleica! Kaum bin ich auf dem Aussichtsturm gewesen, so steht das Thema „oben“ fest. Ei Totalausfall des Laptops hielt mich leider von einem Posting ab. Daher gibts jetzt Bremerhaven von oben.

Hoch oben auf dem Atlantic-Hotel in Bremerhaven befindet sich eine Aussichtsplattform. n über 70m Höhe über dem Meeresspiegel bietet sich eine fantastische Aussicht über Bremerhaven.
Verstrebungen an der Aussichtsplattform am Hotel

Hoch oben auf dem Atlantic-Hotel in Bremerhaven befindet sich eine Aussichtsplattform. In bis zu 86m Höhe über dem Meeresspiegel bietet sich eine fantastische Aussicht über Bremerhaven.

Die Weser (oben rechts)  hat als Tidengewässer einen Höhenunterschied von bis zu 4m. Damit dieser im neuen Sportboothafen nicht so unangenehm spürbar ist, liegt das Hafenbecken hinter einer Schleuse.
Sportboothafen, Zoo am Meer und ein paar Museumsschiffe im Vordergrund

Die Weser (oben rechts) hat als Tidengewässer einen Höhenunterschied von bis zu 4m. Damit dieser im neuen Sportboothafen nicht so unangenehm spürbar ist, liegt das Hafenbecken hinter einer Schleuse.

Von oben lässt sich einiges erkennen, was man in der Nähe der Wasseroberfläche eher schwerer wahrnimmt.  Daher schauen wir uns mal ein bisschen um.

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„Zoo am Meer“ und Schlepper im und am Gezeitenstrom der Wesermündung.
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Weseraufwärts: Schiffe und riesige Wolken-Schatten
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Im Hafen des Schifffahrtsmuseum: Die „Seute Deern“

Fest als Restaurantschiff verankert liegt die „Seute Deern“ in Schifffahrtsmuseum. Der hölzerne Frachter von über 50m Länge fuhr als viermastiger Schoner Holz über den Atlantik. Nach dem merkwürdigen  verschwinden des Kapitäns während der Fahrt wurde das Schiff verkauft und zur Bark umgebaut.

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Klappbrücke für die Hafenbahn, aus einer Zeit, in der hier noch Güterhafen war.
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Auch ein paar Segler sieht man von oben.
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Da will einer noch weiter nach oben.
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Hier schauen wir von oben zu, wie ein Lotse nach oben, auf den Frachter klettert.

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Das Hauptgebäude des Zoos am Meer.
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Sogar einen amerikanischen Straßenschlitten kann man sehen.

Verlassen wir das Atlantic-Hotel und ändern wir die Blickrichtung von „von oben“ auf „nach oben“

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Besanmast der „Seute Deern“

 

Der Blick nach oben schadete beim Segeln nie. Wie stehen die Segel? Von wo kommt der Wind? Wie sehen die Wolken aus?

Nach den Sternen navigiert keiner mehr, auch schon zur aktiven Zeit dieser Bark nicht mehr. Mit Jakobsstab und Sextant  wurde aber die „Sonne geschossen“, der Winkel zwischen Horizont und Sonne oder bestimmten Sternen bestimmt. Zusamen mit einer genauen Zeitangabe konnte man daraus die exakte Position errechnen, so wie wir heute per GPS.

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Hier wurde auch regelmäßig nach oben geschaut. Die Navigationsbude der „Seute Deern“.

 

 

Nachtrag: Hier gibts alle Projektbeiträge von mir und hier die Aufgabenstellung von Paleica.