Kampf dem Herztod

In Jedem Erste Hilfe-Kurs kommt es als Beispiel vor: Patient mit Atemnot, greift sich an den Brustkorb schmerzen,  die in den linken Arm ausstrahlen, das Musterbeispiel eines Herzinfarktes. Ein häufiges Krankheitsbild, das schnelles reagieren voraussetzt.

 

Hermoine vom Rescue Blog und Paul von Alltag im Rettungsdienst  und der Krangewagefahrer riefen zu einer Blogparade unter dem Stichwort „Kampf dem Herztod“ auf.

Ziel ist es, das Thema des Herzinfarktes etwas zurück ins Bewusstsein zu rücken. Ich habe im Privaten wie im Einsatz  damit noch nicht wirklich zu tun gehabt.

 

Da ich euch aber hier nur belehrend volltexten könnte, überlasse ich es den erfahreneren Rettungsdienstlern euch auf unterhaltsame Weise zu berichten.

Nur eins noch: Ich habe in der letzten Zeit verschiedenen Gruppen Erste Hilfe beigebracht. Nie habe ich so eine gute Reanimation (Wiederbelebung) gesehen, wie bei den Fünftklässlern eines lokalen Gymnasiums, für die eine Erwachsenenpuppe ein wahrer Riese ist. Ebenso bei der stabilen Seitenlage: Spielend haben die ihren 2m großen Lehrer  auf die Seite manövriert.

Was ich damit sagen möchte: Traut euch, lernt Erste Hilfe, es ist wirklich kinderleicht, und das einzige, was ihr falsch machen könnt, ist nichts zu tun!

 

Rettungsgasse 2

Als Sanitäter kann ich mich nicht oft genug über Erste Hilfe und alles was damit zusammenhängt reden hören, daher mal wieder ein Link zum leidigen Thema Rettungsgasse:

(Video von der Motoradstaffel Sachsen-Anhalt)

Liebe Leute!

Die meisten Einsatzfahrzeuge sind etwas größer als ein Motorrad. Wie sollten da beispielsweise ein Krankenwagen oder gar ein schwerer LKW der Feuerwehr durchkommen? Bis der Einsatz-Teleporter erfunden wird, müsst ihr uns noch Platz machen. Es ist gar nicht so schwer: die ganz linke Spur fährt nach links, bis es nicht mehr weiter geht ( Ja,  auch auf den Grünstreifen) alle anderen nach Rechts bis zum grün. (Auch den Standstreifen nutzen) . Ihr spart damit den Einsatzkräften viel Zeit und rettet damit im Zweifel Leben! Hoffe, die Perspektive der Retter hilft hier ein bisschen, das Thema zu verbreiten.

 

Darktable statt Lightroom?

Dreh- und Angelpunkt in der Publikation der Bilder ist für mich der Schritt,aus meiner RAW-Datei ein Jpeg für das Internet zu machen. Jahrelang lief diese Bearbeitung, sowie Bildbearbeitung und Archivierung bei mir mit Adobe Lightroom.

Seit längerer Zeit läuft mein Laptop unter Linux. Einige Zeit habe ich mich mit einer virtuellen Maschine durchgehangelt, um Lightroom weiter zu nutzen, doch zum Jahreswechsel stand dann die Umstellung an: Seit zwei Monaten nutze ich nun schon Darktable. Zunächst als einmonatiger Versuch ausgelegt, habe ich mich entschieden, dabei zu bleiben.

Dateiverwaltung mit Importdialog

Nach erster Verwunderung stellte ich fest: Alles, was ich in der Dateiverwaltung bei Lightroom nutzte, ist hier auch wieder möglich. Unterschied, und das gefällt mir persönlich gut, ist, dass z.B: bei den Importdarstellungen nicht graphisch gearbeitet wird, das erfordert bei Ungeübten etwas Eingewöhnung, mit Ordnerpfaden (Platzhaltern) usw. Regeln für die Dateiverwaltung zu formulieren.

Mit (Smart-)Sammlungen habe ich bis jetzt noch nicht wieder gearbeitet, kann dazu also gerade nichts sagen.

 

In der Bearbeitung wird man zunächst von viel mehr Schaltflächen erschlagen.

Bearbeitungsfenster

In fünf Registerkarten (Piktogramme unter dem Histogramm), sowie „Favoriten“ und „aktuelle aktive“ finden sich zig Bearbeitungsmöglichkeiten, m.E. mehr als bei Lightroom.

Was mir hier aber besonders gefällt, ist die präzise Umsetzung der Einstellungen. Neben Sättigung, Helligkeit und Farbton wie hier rechts zu sehen, lassen sich auch Luminanz, Chrominanz und Schärfe, sowie verschiedene weitere Anpassungen über Equalizer sehr differenziert Einstellen. Und durch die verstellbaren Radien der Equalizer lässt sich – anders als bei den Schiebern in Lightroom auch mit verschieden hoher Streuung ein einzelner Farbbereich anpassen, also lässt sich eine sehr flach ansteigende, breite, als auch eine sehr steile und schmale Kurve konstruieren. Insgesamt finde ich durch diese graphischen Elemente die Bearbeitung wesentlich einfacher.

Auch ist JEDES Werkzeug mit einer graphischen oder parametrischen Maske anwendbar.

Beispiel Monochrom: Farbfilter rechts einstellbar, über die gezeichnete Maske wurde direkt das Colorkey erstellt.

Was ich ein wenig vermisse: Die Möglichkeiten der Ausgabe: Lightroom gab mir die Möglichkeit, als fertige Web-Galerien zu exportieren. Auch als Diashow konnte eine Bilderstrecke fertig gestellt und mit Rahmen, Logo und Übergängen als Filmdatei exportiert werden.

Die Kartenfunktion habe ich mangels GPS-Adapter nie genutzt.

Zum technischen: Ich nutze Darktable auf dem neusten Stand, Lightroom besitze ich in der Version 4.4, kann also sein, dass sich einiges geändert hat, subjektiv treffen meine Statements aber auch auf die dienstlich genutzte Version Lightroom 6 zu.

Darktable ist Freeware, Lightroom habe ich NICHT gesponsort bekommen.

 

 

 

Besuch

Das hatte ich nicht mals auf dem Koppelsberg: Vom Schreibtischstuhl aus Raubvögel photographieren:

Mein heutiger Gast war ein Sperber:

Scharfe Augen mustern mich.

Der kleine, in ganz Europa vorkommende Greifvogel bevorzugt Nadelwälder und Feldgehölz als Brutstätte, zur Jagd auf Kleinvögel  dienen ihm aber auch offenere Landschaften. Da er aber nur kurze Jagdflüge schafft, benötigt er Deckung zum Überraschungsangriff.

Fürs Photo wird sich noch mal in bessere Position begeben.

Fertig zum Absprung?

Ein paar der Aufnahmen seht ihr in nächsten Tagen noch mal: Dann werde ich euch meine Erfahrungen mit Darktable berichten.

 

Winterreise am Baggersee

 

Sei Jahren begleiten mich die Lieder aus Schuberts Winterreise durch jeden winterlichen Park, jede Zugfahrt und Reise in der kalten Jahreszeit. Eigentlich hatte ich schon länger vor, einen Bilderserie zu diesem Lied-Zyklus aufzunehmen. analog und schwarz weiß will ich den 24 Liedern der Romantik meinen Tribut zollen. Mit dem Winter hatte ich dies Jahr kein Glück, daher nur vier Aufnahmen, digital und in Farbe.

Auf dem Flusse

Ich kann es nicht so genau sagen, wieso, aber irgendwie kommt mir – dem ewigen Einzelgänger – der liebeswunde, wandernde Handwerksbursche bekannt vor. Vielleicht, weil er immer wieder Orte (und Zeiten) einfach zurücklässt und nichts ihm bleibt.

Erstarrung

Für alle, die ich neugierig machen konnte: Einspielung mit Dietrich Fischer Dieskau: https://www.youtube.com/watch?v=c8UDOmUcxCk

 

 

Wasserflut

Der Beitrag ist mit angeregt durch einen anderen Kulturaffinen Weblog: Schaut mal rein bei Sarah’s Gedankenbloggierung:

 

 

 

Magische Mottos: Abstrakt

Bei Paleicas magischen Mottos möchte ich dieses Jahr wieder dabei sein:

Den Anfang bildet dieses Jahr „Abstraktion“

 

Wikipedia sagt:

Die Abstraktion ist das Weglassens von Einzelheiten und des Überführens auf etwas Allgemeineres oder Einfacheres. […] In der Bildenden Kunst bezeichnet Abstraktion einerseits die mehr oder weniger ausgeprägte stilistische Reduzierung der dargestellten Dinge auf wesentliche oder bestimmte Aspekte. In diesem Fall spricht man davon, dass vom Allgemeinen auf das Wesentliche abstrahiert wird. Was als wesentlich gilt, bestimmt einerseits die Kreativität des Künstlers, andererseits die Wahrnehmung des Betrachters.

 

Dieses Motiv – Alleseits beliebt – habe ich in Leipzig aufgenommen: Am Vortag zur blauen Stunde fuhr ich hier mit dem Fahrrad vorbei und hatte eine Bildidee. Leider war tags darauf kein blauer Himmel, daher habe ich die Blickrichtung auf die Autos geschwenkt.

In unserer Physikvorlesung abstrahieren wir Autos und andere Objekte als „Punktmassen“ also stellen wir uns das Auto als 1.5t schweren Punkt vor, der – ohne räumliche Ausdehnung – im Koordinatensystem leicht darstellbar ist, und durch den viele Faktoren vernachlässigt werden können: einem Punkt ist es egal, wie er gedreht wird, ob sich zusätzlich zur Vorwärtsbewegung noch Bewegung um sich selbst stattfindet. So lässt sich ein beschleunigendes, Bremsendes oder kollidierendes Auto vereinfachen zu einer Gleichung, die mit Schulmathematik lösbar ist.

Ohne die Fahrzeuge zu sehen ist einem Betrachter klar, was hier in welche Richtung unterwegs ist. Auf See um so wichtiger, aber auch hier, lässt sich aus Lichtpunkten auf Art, Richtung, Tempo und Größe des Fahrzeuges schließen.

 

Wie zeigt man Bewegung in einem stehenden Bild? Auch hierzu dient eine Abstraktion: Dadurch, dass wir den „Moment“ den ein Bild aufnimmt verlängern, können wir Bewegung sichtbar machen: